rosensprung "Dunkle Energie" Album Präsentation + tankris / fluc / 28.02.2018 / 21:00

 

rosensprung

Dunkle Energie ist eine hypothetische Form von Energie, möglicherweise verantwortlich für die beschleunigte Expansion des Universums.

rosensprung - Tobias Leibetseder (Voc, Git, Synth), Roland Czaska (Git, Synth, Voc), Gernot Manhart (Bass, Synth), Robert Kern (Drums, Voc) -  bewegen sich im Generationen-Raumschiff als transhumane Entitäten durch den Tiefhimmel. Die Bilder, die sie schimmernd in dunklen Farben vor uns ausbreiten, wirken wie Erinnerungen an eine längst vergangene Zukunft.

Die Körper, die organlosen Hüllen, interstellare Investitionen, Ahnungen einer Typ2 Zivilisation der Kardaschow Skala in der Unendlichkeit des Weltenraumes komprimiert in Punktobjekten aus Post Punk und Post Rock, Post humaner Energie. Im Fadeout des Kameraschwenks werden luminiszente Wahrscheinlichkeiten, Fluktoren und Neurosphären in der gleißenden Stille sichtbar.

We will be again some time….

http://www.rosensprung.at

Bühne: 22h30


tankris

Tankris sind eine vierköpfige Gruppe aus Wien, die sich entlang von äußerst kreativem Rock mit avantgardistischen Zugang und einem Willen zum Pop mit tollen jazzigen Gesangsmelodien und Gitarrenakkorden, viel Soul und Funk abarbeiten.

Chris Janka (git),Gregor Mahnert (drums), Romeo Bissuti (bass) und Lisa Kortschak (voc)

https://www.tankris.com/

Bühne: 21h30


DJ Andi Leikauf


fluc

Praterstern 5
1020 Wien

http://www.fluc.at

 

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Rezensionen

 

http://www.haubentaucher.at/ vom 01. Februar 2018

rosensprung: "Dunkle Energie", Blauschacht 2017

Und gleich nochmal Düsternis und Dunkelheit aus heimischen Landen. rosensprung sind vier nicht mehr ganz junge Herren aus Wien, die bevorzugt in schwarz gekleidet sind, die Stimme auf Moll legen und irgendwo zwischen Punk, Rock und No Future unterwegs sind.

Aber nix mit Retro, die Reise geht ins All - vermutlich letztlich in eines der vielen schwarzen Löcher im Universum. Ebenso wie Klingerkrenn veröffentlicht rosensprung auf dem eigenen Label und schert sich wenig um die Gesetzmäßigkeiten der Musikindustrie. So sind manche Songs bereits 2012 aufgenommen worden, anderes dauerte offenbar Jahre, bis es nun auf CD gepresst wurde.

Zur klassischen Bandbesetzung mit Gitarre, viel Synthie, Drums und Bass kommt bei "Dunkle Energie" phasenweise auch ein Sax, ein Horn und ein Theremin. Und auch wenn der Name eher auf ein deutsches Pop-Duo schließen lassen würde, das hier kletscht erstklassig und Gesäusel ist nicht. Wenn jemand eine dezente Parallele braucht: Ab und an klingt so etwas wie Seelenverwandtschaft zu den Grazern Love God Chaos durch. Was Tobias Leibetseder, Roland Czaska, Gernot Manhart und Robert Kern da vorlegen, ist für Feinspitze. Und die sollten sich am 28. 2. nichts vornehmen. Da gibt es rosensprung nämlich im fluc am Praterstern.

 

Wiener Zeitungen Nr.034 / Samstag/Sonntag 17./18. Februar 2018

Wucht mit Finesse

(irr) Als 1997 das Album "OK Computer" herauskam, war das nicht nur ein Verkaufserfolg für die Band Radiohead. Es war wohl auch eine Art Hoffnungsschimmer für gewisse Kollegen. Die Scheibe bewies: Es lässt sich auch eine Rockmusik unters Volk bringen, die mit seltsamen Harmoniewechseln und Taktarten gespickt ist - vorausgesetzt, sie hat den nötigen Biss.
Im gleichen Jahr ist in Wien die Band rosensprung gegründet worden. Ihr Werk hat von Radiohead profitiert, aber auch von anderen Vertretern des harsch-komplexen Gitarrenrocks. Auf dem neuen Album merkt man das etwa dem Lied "Nano" an. Ein erstaunlicher Mix: Der griffige Beat erinnert genauso an die Queens of the Stone Age wie das schräge Riff, das hereinplatzende Freejazz-Saxofon gemahnt an King Crimson, der schrullige Text wiederum ("Mit meinem Nano-Staubsauger / saug ich die Welt") an die guten Zeiten der Neuen Deutschen Welle. Eine Attraktion ist aber auch die Power-Ballade "Amorph" mit ihren sprunghaften Akkorden; die "Widergänger" dagegen verweisen auf den geradlinigen Depri-Rock der 80er Jahre. Insgesamt eine erfreuliche Scheibe: "Dunkle Energie" lebt ihren Titel druckvoll, aber dabei auch über raffinierte Kanäle aus.

Live am 28.Februar, 21 Uhr, im Wiener Fluc. rosensprung / Dunkle Energie (Blauschacht)

http://www.wienerzeitung.at/

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Fotos von Andreas Leibetseder