Für Feinspitze - Haubentaucher - Dunkle Energie Review

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vom 01. Februar 2018

rosensprung: "Dunkle Energie", Blauschacht 2017

Und gleich nochmal Düsternis und Dunkelheit aus heimischen Landen. rosensprung sind vier nicht mehr ganz junge Herren aus Wien, die bevorzugt in schwarz gekleidet sind, die Stimme auf Moll legen und irgendwo zwischen Punk, Rock und No Future unterwegs sind.

Aber nix mit Retro, die Reise geht ins All - vermutlich letztlich in eines der vielen schwarzen Löcher im Universum. Ebenso wie Klingerkrenn veröffentlicht rosensprung auf dem eigenen Label und schert sich wenig um die Gesetzmäßigkeiten der Musikindustrie. So sind manche Songs bereits 2012 aufgenommen worden, anderes dauerte offenbar Jahre, bis es nun auf CD gepresst wurde.

Zur klassischen Bandbesetzung mit Gitarre, viel Synthie, Drums und Bass kommt bei "Dunkle Energie" phasenweise auch ein Sax, ein Horn und ein Theremin. Und auch wenn der Name eher auf ein deutsches Pop-Duo schließen lassen würde, das hier kletscht erstklassig und Gesäusel ist nicht. Wenn jemand eine dezente Parallele braucht: Ab und an klingt so etwas wie Seelenverwandtschaft zu den Grazern Love God Chaos durch. Was Tobias Leibetseder, Roland Czaska, Gernot Manhart und Robert Kern da vorlegen, ist für Feinspitze. Und die sollten sich am 28. 2. nichts vornehmen. Da gibt es rosensprung nämlich im fluc am Praterstern.