Act des Monats - Gitarre und Bass - Dunkle Energie Review

Gitarre&Bass / Juni 2018

von Arnd Müller

Act des Monats - rosensprung

Aus dem Outer Rim schwillt ein bedrohlicher Sound-Loop an, ein düsterer Bass-Lauf und dezente Drums docken sich an, bevor schließlich eine tiefe Stimme hypnotisch in diese Klangwelt eintaucht. Die wandelt sich nach einem harten Break zu einem Rock-Song, in dem Metal-Riffs mit Geräuschen unterlegt werden, die an epische Weltraumschlachten diverser SciFi-Blockbuster erinnern. Erdiger wandelt die Band in "Widergänger" auf den Spuren von Robert Smith, eben mit molligen Bässen, cleanen Pickings und reduzierten Drums. Wenn sich über dem Beat Keyboard- und Synthie- Flächen auftürmen, atmet die Musik den Geist von Kraftwerk, bevor auch hier alles in Heavy-Art-Rock umkippt -und dies mit stoischen Beat im Neu!-Feeling. Mit "Nano" betritt die Band dann den Planeten Absurdistan: Freejazzige Saxophon-Einlagen, Sprechgesang, Rage-Against-The-Mashine-Riffs, akutische Schrammelgitarren und immer wieder Breaks oder abrupte Pausen halten die Spannung aufrecht. Dieses Pendel zwischen Stilen, Grooves, Harmonie und Atonalität, Ruhe und Lärm ist typisch für "Dunkle Energie", das neue Album des Wiener Musikerkollektivs, das zwischenzeitlich auch Humor und Ironie zeigt.
"Tobias Leibetseder (Voc, Git, Synth), Roland Czaska (Git, Synth,Voc), Gernot Manhart (Bass, Synth), Robert Kern (Drums, Voc) bewegen sich im Generationen-Raumschiff als transhumane Entitäten durch den Tiefhimmel. Die Bilder, die sie schimmernd in dunklen Farben vor uns ausbreiten, wirken wie Erinnerungen an eine längst vergangene Zukunft.", teilt uns die Band mit. Stephan Hawking (R.I.P.) hätte es nicht besser sagen können, was auf diesem fantastischen Album alles so los ist. Kirk Ende. am

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