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Dunkle Energie

(BLAUSCHACHT) 

VÖ AUT 31.10. 2017 CD
VÖ AUT 31.10. 2017 Vinyl 12“ Limited Edition (100 Stk.)

 

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Konrad Weißensteiner (Saxophon bei Nano)

Jean-Christophe Mastnak (Horn bei Sehnungen)

Pamelia Stickney (Theremin bei Schwebung)

 

Recorded by Chris Janka at JANKA INDUSTRIES Studio, Vienna 2012

and by Gernot Manhart + Tobias Leibetseder + Roland Czaska at BLAUSCHACHT Studio Vienna, 2012 - 2015

 

Produced and edited by Gernot Manhart + Tobias Leibetseder + Roland Czaska

Mixed by Gernot Manhart + Tobias Leibetseder at BLAUSCHACHT Studio, Vienna 2015

 

Mastering by Martin Siewert, Vienna 2016

All tracks by rosensprung, lyrics by Tobias Leibetseder

 

 

Info


Dunkle Energie ist eine hypothetische Form von Energie, möglicherweise verantwortlich für die beschleunigte Expansion des Universums.

rosensprung - Tobias Leibetseder (Voc, Git, Synth), Roland Czaska (Git, Synth, Voc), Gernot Manhart (Bass, Synth), Robert Kern (Drums, Voc) -  bewegen sich im Generationen-Raumschiff als transhumane Entitäten durch den Tiefhimmel. Die Bilder, die sie schimmernd in dunklen Farben vor uns ausbreiten, wirken wie Erinnerungen an eine längst vergangene Zukunft.

Die Körper, die organlosen Hüllen, interstellare Investitionen, Ahnungen einer Typ2 Zivilisation der Kardaschow Skala in der Unendlichkeit des Weltenraumes komprimiert in Punktobjekten aus Post Punk und Post Rock, Post humaner Energie. Im Fadeout des Kameraschwenks werden luminiszente Wahrscheinlichkeiten, Fluktoren und Neurosphären in der gleißenden Stille sichtbar.

We will be again some time….

 

 

Rezensionen

 

Gitarre&Bass / Juni 2018

von Arnd Müller

Act des Monats - rosensprung

Aus dem Outer Rim schwillt ein bedrohlicher Sound-Loop an, ein düsterer Bass-Lauf und dezente Drums docken sich an, bevor schließlich eine tiefe Stimme hypnotisch in diese Klangwelt eintaucht. Die wandelt sich nach einem harten Break zu einem Rock-Song, in dem Metal-Riffs mit Geräuschen unterlegt werden, die an epische Weltraumschlachten diverser SciFi-Blockbuster erinnern. Erdiger wandelt die Band in "Widergänger" auf den Spuren von Robert Smith, eben mit molligen Bässen, cleanen Pickings und reduzierten Drums. Wenn sich über dem Beat Keyboard- und Synthie- Flächen auftürmen, atmet die Musik den Geist von Kraftwerk, bevor auch hier alles in Heavy-Art-Rock umkippt -und dies mit stoischen Beat im Neu!-Feeling. Mit "Nano" betritt die Band dann den Planeten Absurdistan: Freejazzige Saxophon-Einlagen, Sprechgesang, Rage-Against-The-Mashine-Riffs, akutische Schrammelgitarren und immer wieder Breaks oder abrupte Pausen halten die Spannung aufrecht. Dieses Pendel zwischen Stilen, Grooves, Harmonie und Atonalität, Ruhe und Lärm ist typisch für "Dunkle Energie", das neue Album des Wiener Musikerkollektivs, das zwischenzeitlich auch Humor und Ironie zeigt.
"Tobias Leibetseder (Voc, Git, Synth), Roland Czaska (Git, Synth,Voc), Gernot Manhart (Bass, Synth), Robert Kern (Drums, Voc) bewegen sich im Generationen-Raumschiff als transhumane Entitäten durch den Tiefhimmel. Die Bilder, die sie schimmernd in dunklen Farben vor uns ausbreiten, wirken wie Erinnerungen an eine längst vergangene Zukunft.", teilt uns die Band mit. Stephan Hawking (R.I.P.) hätte es nicht besser sagen können, was auf diesem fantastischen Album alles so los ist. Kirk Ende. am

https://www.gitarrebass.de/

 

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eclipsed Rock Magazin / Nr.201 / Juni 2018

rosensprung
"Dunkle Energie"
(blauschacht.at)

rosensprung ist ein Quartett aus Österreich, das auf seinem vierten Album "Dunkle Energie" eine Mischung aus Post-Punk und Postrock offeriert, garniert mit zahlreichen Verweisen auf die Berlin-Ära David Bowies sowie, vor allem textlich, auf das Frühwerk der Einstürzenden Neubauten. Was sich auf dem Papier ziemlich spannend liest, erschöpft sich leider manchmal in einem teils inkongruenten Soundsammelsurium, bei dem die Band selbst nicht recht zu wissen scheint, wo sie hin will. Auf der anderen Seite entwickeln einige Songs einen ziemlichen Sog. Gesungen wird auf Deutsch, allerdings mit gelegentlichen englischen Einsprengseln, deren Sinn sich dem Hörer aber nicht unbedingt erschließen. Spannend wird die Musik vor allem dann, wenn sie sich tatsächlich auf Bowie-Alben wie "Low" oder vor allem "Lodger" beruft, wobei "Weite" schon fast wie ein, wenn auch sehr gelungenes, Plagiat klingt. Die Texte wirken trotz guter Ansätze oft etwas richtungslos, vielleicht ist das lyrische Konzept der Band aber auch noch nicht ganz ausgreift. Trotzdem muss man sagen, dass von "Dunkle Energie" ein durchaus mysteriöser Reiz ausgeht. Top-Track: Dendriten (Sas)

https://www.eclipsed.de/

 

Concerto Nr.2 April/Mai 2018

"Das Bezirksblatt tituliert sie als "Hernalser Band". Doch nicht von einem bestimmten Ort aus, sondern in einem sich "bis in die Endlichkeit" sphärisch zusammengezogenen All situiert sich der Klangkörper, der nicht Organismus sein will und keine Organe braucht("Die Körper, die organlosen Hüllen"). Als solcher ist er eine Oberfläche, auf der Intensitätszonen frei fließen und zirkulieren können, auf der sie ständig in Bewegung und nicht verortbar sind ("Ich, Ich, Ich, ich schwebe, I can´t recognize). Auf dieser finden Prozesse statt, die sich permanent aus sich selbst heraus und mit wenigen Bezügen auf andere Referenzebenen entwickeln. An der Stelle der Interpretation setzen Texter und Leadsänger Tobias Leibetseder, Gitarrist Roland Czaska, Bassist Gernot Manhart und Schlagzeuger Robert Kern auf das Protokollieren, aber auch das Experiment, den Körper für Anschlüsse zu öffnen, auf das ein Strom fließt, der nicht bereits gestempelt, kanalisiert, reguliert ist ("Schalte meine Gene aus [...] Erzengel Energie"). Diese Widersetzung gegen vorgegebene Subjektivierungen sollte den häufigen Verweis auf Joy Division insofern bedenklich machen, als hier nicht dem unaufhaltsamen Verfall eine expressive Stimme geliehen, sondern mit geradezu Artaudischer Pathik: - "Je veux etre l´homme que je suis ici" - dem Weitermachen, dem "Interferieren" das Wort geredet wird: "We´ll be again sometime". dop

http://www.concerto.at/

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music austria 

13. März 2018

von Ada Karlbauer

Die Experimental- Prog-, Post- Rock, Art-Wave Formation ROSENSPRUNG sind TOBIAS LEIBETSEDER, GERNOT MANHART, ROLAND CZASKA und ROBERT KERN. Erst kürzlich erschien ihr 4. Studioalbum „Dunkle Energie“ als 100 Stück limited Edition auf Blauschacht Records. 

Rosensprung klingt wie ein körperloser Upload in den Weltraum. Hier treffen interstellare Geschichten zwischen Trans-, und Posthumanität auf ein klassisch organisiertes Bandsetting. Auch wenn der Name „Rosensprung“ im ersten Moment eher einprägsame Assoziationen an deutschsprachige Alternative-Pop Formationen hervortreten lässt.

Der Titel des Albums „Dunkle Energie“ steht für eine hypothetische, eigentlich nicht nachweisbare Form von Energie die für die beschleunigte Expansion des Universums verantwortlich ist, zumindest möglicherweise. Stichwort „Möglichkeit“: Das Album handelt von Expansion und Ausdehnung hinein in andere Räume, nur eben durch Sound. Hinein in Räume der Jugend, Reminiszenz-Räume könnte man meinen. Ikonisch prägende Bands wie etwa Joy Division oder The Smiths werden dabei ins Gedächtnis gerufen. An manchen Stellen klingt es aber auch wie die österreichische, fiktionalisierte Antwort auf Bands wie etwa Tocotronic. Inhaltlich intellektuell aufgeladen, aber stets mit einem Augenzwinkern sind Rosensprung in ihrem musikalischen Raumschiff unterwegs. „Ein Hörfilm”, so meinen sie selbst. 10 Tracks trägt das 4. Studio- Album in sich, darunter finden sich mehr oder weniger mysteriöse Betitelungen wie „Sehnungen“, „Amorph”, „Tiefhimmel“ oder „Dendriten“. Öffnet auch damit auf textlicher und sprachlicher Ebene das Narrativ eines anderen, irgendwie seltsamen Raumes, irgendwo fern von uns.

„Schalte meine Gene aus, eines nach dem Anderen.“

Auf „Dunkle Energie“ wird vor allem mit Elementen der musikalischen Verdichtung gearbeitet. Die Klangräume oder Wege bauen sich dabei sukzessive auf, überlagern oder besser verflechten sich zu einem dichten Mikrokosmos in kinematographischer Ästhetik, die immer wieder abrupt in sich zusammenbricht. Es entstehen filmisch anmutende Momente und Atmosphären die vage an David Lynch´s Traumwelten oder andere Klassiker der Sci-Fi Geschichte denken lässt. Saxofon, Fagott, Synthesizer und vor allem Gitarren prägen hier den Sound, manchmal aber auch Theremin oder Horn. Nonexistente Bilder werden hörbar gemacht, dunkle Ausschnitte aus einer längst vergangenen, veränderten Zukunftsutopie, die vermutlich nie eintreten wird. Irgendwie weird, aber definitiv hörenswert.

https://www.musicaustria.at/rosensprung-dunkle-energie/

 

Wiener Zeitungen Nr.034 / Samstag/Sonntag 17./18. Februar 2018

Wucht mit Finesse

(irr) Als 1997 das Album "OK Computer" herauskam, war das nicht nur ein Verkaufserfolg für die Band Radiohead. Es war wohl auch eine Art Hoffnungsschimmer für gewisse Kollegen. Die Scheibe bewies: Es lässt sich auch eine Rockmusik unters Volk bringen, die mit seltsamen Harmoniewechseln und Taktarten gespickt ist - vorausgesetzt, sie hat den nötigen Biss.
Im gleichen Jahr ist in Wien die Band rosensprung gegründet worden. Ihr Werk hat von Radiohead profitiert, aber auch von anderen Vertretern des harsch-komplexen Gitarrenrocks. Auf dem neuen Album merkt man das etwa dem Lied "Nano" an. Ein erstaunlicher Mix: Der griffige Beat erinnert genauso an die Queens of the Stone Age wie das schräge Riff, das hereinplatzende Freejazz-Saxofon gemahnt an King Crimson, der schrullige Text wiederum ("Mit meinem Nano-Staubsauger / saug ich die Welt") an die guten Zeiten der Neuen Deutschen Welle. Eine Attraktion ist aber auch die Power-Ballade "Amorph" mit ihren sprunghaften Akkorden; die "Widergänger" dagegen verweisen auf den geradlinigen Depri-Rock der 80er Jahre. Insgesamt eine erfreuliche Scheibe: "Dunkle Energie" lebt ihren Titel druckvoll, aber dabei auch über raffinierte Kanäle aus.

Live am 28.Februar, 21 Uhr, im Wiener Fluc. rosensprung / Dunkle Energie (Blauschacht)

http://www.wienerzeitung.at/

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Wiener Bezirkszeitung

Die Hernalser Band Rosensprung stellt ihr viertes Album vor. Veröffentlicht wird "Dunkle Energie" auf dem Label Blauschacht von Songwriter und Sänger Tobias Leibetseder, das ebenfalls im 17. Bezirk angesiedelt ist.

HERNALS. Wer glaubt, dass die Wiener Independentszene musikalisch nicht mit anderen europäischen Städten mithalten kann, dem sei das neue Album der Hernalser Band Rosensprung empfohlen. Mit "Dunkle Energie" legt die Gruppe rund um Tobias Leibetseder und Gernot Manhart, die seit ihrer Schulzeit befreundet sind, ein anspruchsvolles Album vor, das zwar in gewohntem Rosensprungstil zwischen Progressive Rock und Post Punk angesiedelt ist, doch deutlich poppiger klingt als ihre drei Vorgänger. "Wir wollten mit `Dunkle Energie´ unsere Wurzeln wieder aufgreifen. Bands wie Joy Division, The Smiths oder Wire, die uns in unserer Jugend so berührt haben, neu interpretieren", so Leibetseder.

Dass Leibetseder musikalisch nicht in seiner Jugend stecken geblieben ist, beweisen die unzähligen Projekte, in denen der Künstler nicht nur zeitgenössisch, sondern innovativ agiert: Ob als Komponist für eine Klangwanderung des Wien Modern-Festivals, als Kurator der Klangausstellungsreihe "Trezor" im Währinger Café Aumann oder als Mitorganisator und Musiker des Stadtimpulsprojektes "Tatort Hernals" - der Musiker setzt experimentelle Trends. Und das in seinem Tonstudio "Blauschacht" in der Geblergasse, in dem er auch als Produzent für andere Künstler tätig ist. "Im Blauschachtstudio sind bereits viele Hörspiele und Sounddesigns für die unterschiedlichsten Projekte wie zum Beispiel einer Soundbibliothek für eine iPhone-App entstanden", erklärt Leibetseder.

Modernes auf gutem, alten Vinyl

Derzeit konzentriert sich der Musiker allerdings vorwiegend auf seine eigenen Projekte. Zwei weiter Rosensprungalben sind bereits in Arbeit und ein Auftritt mit der Konzertpianistin Clara Frühstück für den 4. April im Muth geplant. Vorher steht noch eine Tournee quer durch Europa mit Simon Mayer und der elektronischen Tanzperformance "Oh Magic", die im Oktober an fünf Abenden im Museumsquartier zu sehen war, auf Leibetseder Kalender. Trotz seiner musikalischen Vielfalt wird dem Komponisten Wien nicht zu klein. "Es tut sich wahnsinnig viel in Wien. Die Independentszene, die von Elektronik bis experimentell geht, brodelt. Man kann jeden Tag in ein anderes Lokal gehen und gute Musik hören, zum Beispiel ins Chelsea, Rhiz oder WUK."

Auch eine Begeisterung für österreichische Bands ist in Leibetseders Augen schon lange nicht mehr peinlich. "Das Image, dass der österreichischen Musik durch den Austropop so lange anhaftete, hat sich gewandelt. Auch durch Bilderbuch und Wanda hat sich viel getan - diese Bands sind zu recht erfolgreich. Allerdings könnte die Stadt im subkulturellen Bereich mehr Vermittlungsarbeit leisten. Es müssten Strukturen und ein Netzwerk geschaffen werden. In ebenfalls kleinen Ländern wie Belgien oder Island wird Geld in die Hand genommen, um auch Bands eines bestimmten Marktsegments zu promoten. In Österreich ist man doch noch zu sehr mit der barocken und klassischen Musik, für die wir in der ganzen Welt bekannt sind, beschäftigt." Und wer trotz Beschäftigung mit moderner Musik nicht auf Nostalgie verzichten will: Das Album "Dunkle Energie" gibt es ab sofort auch auf Vinyl.

Zur Sache

"Dunkle Energie" ist das vierte Studioalbum der Band Rosensprung, das auf dem hauseigenen Label "Blauschacht" veröffentlicht wurde. Zehn deutschsprachige Lieder befinden sich auf dem Longplayer, der musikalisch zwischen Post Rock und Post Punk angesiedelt werden kann. Das Album gibt es als CD, Download und auf Vinyl. Bestellungen und Infos unter www.blauschacht.at oder label@blauschacht.at

 
meinbezirk.at
 
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http://haubentaucher.at/

vom 01. Februar 2018

rosensprung: "Dunkle Energie", Blauschacht 2017

Und gleich nochmal Düsternis und Dunkelheit aus heimischen Landen. rosensprung sind vier nicht mehr ganz junge Herren aus Wien, die bevorzugt in schwarz gekleidet sind, die Stimme auf Moll legen und irgendwo zwischen Punk, Rock und No Future unterwegs sind.

Aber nix mit Retro, die Reise geht ins All - vermutlich letztlich in eines der vielen schwarzen Löcher im Universum. Ebenso wie Klingerkrenn veröffentlicht rosensprung auf dem eigenen Label und schert sich wenig um die Gesetzmäßigkeiten der Musikindustrie. So sind manche Songs bereits 2012 aufgenommen worden, anderes dauerte offenbar Jahre, bis es nun auf CD gepresst wurde.

Zur klassischen Bandbesetzung mit Gitarre, viel Synthie, Drums und Bass kommt bei "Dunkle Energie" phasenweise auch ein Sax, ein Horn und ein Theremin. Und auch wenn der Name eher auf ein deutsches Pop-Duo schließen lassen würde, das hier kletscht erstklassig und Gesäusel ist nicht. Wenn jemand eine dezente Parallele braucht: Ab und an klingt so etwas wie Seelenverwandtschaft zu den Grazern Love God Chaos durch. Was Tobias Leibetseder, Roland Czaska, Gernot Manhart und Robert Kern da vorlegen, ist für Feinspitze. Und die sollten sich am 28. 2. nichts vornehmen. Da gibt es rosensprung nämlich im fluc am Praterstern.